LIGHTkultur ist eine fotografische Arbeit, die sich mit verlassenen Orten und dem Verlassen an sich auseinandersetzt. Was passiert mit einem Ort, den keiner mehr besucht oder nutzt? Die Bilder geben Antwortmöglichkeiten.

Abschied nehmen, heißt ein bisschen zu sterben. Das französische Sprichwort beschreibt dieses melancholische Gefühl beim verlassen eines Ortes, welches wir gern haben. Wehmütig schauen wir in die Vergangenheit und verklären. In der globalisierten Welt, sterben wir oft diesen kleinen Tod, sind immer flexibel, ziehen von Ort zu Ort und leben im Transit.

Leerstand prägt das Stadtbild meiner Heimatgemeinde, die Beschäftigung mit dem kleinen Tod gab mir Anlass die Geschichte hinter den verlassenen Orten ins Bild zu bringen. Diese Bilder dienen nicht als Anklage gegen den Verfall, eher als sanfte Erinnerung an vergangene Zeiten, Kulturtechniken und Lebensgeschichten. Sie laden zum verweilen und träumen ein, schaffen Platz für eigene Erinnerungen und entschleunigen den Moment.

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